Warum wegwerfen, wenn man daraus etwas Neues schaffen kann?
Beim Upcycling geht es genau darum: Aus scheinbar nutzlosen Materialien entstehen praktische, oft kreative Produkte. Ein einfaches und umweltfreundliches Beispiel sind selbstgemachte Kamin- oder Grillanzünder.
Mit nur zwei Zutaten – Altpapier und Wachsreste – lassen sich im Handumdrehen effektive Anzünder herstellen. Das Papier wird in kleine Streifen zerkleinert, in Röllchen geformt und mit geschmolzenem Kerzenwachs getränkt. Nach dem Trocknen werden sie verpackt.
So wird Müll vermieden, Ressourcen werden geschont – und ganz nebenbei entsteht ein Produkt!
Upcycling-Projekt: Lernen an verschiedenen Arbeitsstationen
Im Rahmen unseres Upcycling-Projekts haben die Schüler*innen die Möglichkeit, an unterschiedlichen Arbeitsstationen tätig zu sein und dabei vielfältige Kompetenzen zu entwickeln. Die Stationen umfassen:
Reststoffe sammeln
Papier schreddern
Rollen schneiden und befüllen
Rollen in Wachs tauchen
Etiketten drucken und zuschneiden
Verpackung (Papiertüten) etikettieren
Anzünder verpacken
Pädagogische Ziele:
Feinmotorik: Entwicklung und Festigung feinmotorischer Fertigkeiten
Arbeitsprozesse: Kennenlernen und Verstehen von Produktionsabläufen
Arbeitstugenden: Förderung von Sorgfalt, Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein
Qualitätsbewusstsein: Genaues und sauberes Arbeiten
Soziale Kompetenzen:
Förderung der Teamarbeit
Mitgestaltung einer positiven Arbeitsatmosphäre
Erleben von gelungener Interaktion und Kommunikation
Das Projekt „Anzünder“ verbindet praktisches Tun mit nachhaltigem Denken und schafft Raum für individuelle Stärken und gemeinsames Arbeiten.
Schulalltag in der Berufsschulstufe
In der Berufsschulstufe stehen Arbeit, Beruf, Wohnen und Freizeitgestaltung im Mittelpunkt. Die Schüler:innen entwickeln eine Perspektive für den Übergang in die Arbeitswelt.
Schwerpunkte des Unterrichts liegen in den Bereichen Arbeit und Beruf, Wohnen, Freizeitgestaltung, Mobilität, Persönlichkeit und soziale Beziehungen
Übergang Schule-Beruf: Schüler:innen entwickeln, begleitet durch eine alljährlich stattfindende Berufswegekonferenz und regelmäßige Praktika eine Perspektive für den Arbeitsmarkt; diese kann in der Werkstatt für Behinderte (WfB) oder auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt realisiert werden
übergeordnete/ zentrale Ziele: Anbahnung und Erweiterung von selbständigem und selbstbestimmtem Handeln/ Erfahrung von Selbstwirksamkeit